Apfelschorle wird oft als gesunder Durstlöscher bezeichnet – und das zurecht, zumindest auf den ersten Blick. Das beliebte Getränk besteht aus einer Mischung von Apfelsaft und Wasser und vereint somit die Vorteile von Fruchtsaft mit der erfrischenden Wirkung von Wasser.
Doch wie bei vielen Dingen im Leben, gilt auch hier: Nicht alles, was gesund klingt, ist es auch ohne Einschränkungen. Ein genauerer Blick auf die Inhaltsstoffe der Apfelschorle verrät schnell, dass sie nicht gerade wenig Zucker enthält – und genau dieser ist oft der Grund, warum viele Menschen Sport treiben oder eine gesunde Ernährung anstreben.
Warum Wasser statt Apfelschorle beim Training die bessere Wahl ist
Wenn es um die richtige Flüssigkeitszufuhr beim Sport geht, gibt es eigentlich eine klare Empfehlung: Wasser. Stilles Wasser ist nach oder während des Trainings besser geeignet als Apfelschorle oder andere zuckerhaltige Getränke. Es enthält keinen Zucker und keine Kalorien, was besonders wichtig ist, wenn man sportliche Aktivitäten betreibt, um Kalorien zu verbrennen und seine Gesundheit zu verbessern. Zudem fehlt dem Wasser die Kohlensäure, die in manchen Schorlen enthalten ist und bei intensiver körperlicher Anstrengung unangenehm auf den Magen schlagen kann.
Auch abseits vom Sport ist Wasser die erste Wahl. Ob beim Fernsehen, beim Arbeiten oder einfach zwischendurch – wer regelmäßig zu einem Glas Wasser greift, tut seinem Körper etwas Gutes. Der hohe Zuckergehalt in Getränken wie Apfelschorle kann nämlich nicht nur die Figur beeinflussen, sondern auch andere, weniger offensichtliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben.
Die Nebenwirkungen von Zucker
Zucker in großen Mengen kann sich negativ auf verschiedene Aspekte der Gesundheit auswirken. Neben der bekannten Auswirkung auf das Gewicht – durch übermäßige Kalorienzufuhr – gibt es auch noch weitere Nebenwirkungen. Zucker kann Karies verursachen, den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben und das Risiko für chronische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar bestimmte Krebsarten erhöhen. Außerdem fördert Zucker Entzündungen im Körper und kann zu einer Verschlechterung der Haut und der allgemeinen Vitalität führen.
Wie so oft im Leben gilt auch hier: Die Menge macht das Gift. Apfelschorle in Maßen genossen ist sicherlich nicht schädlich und kann in bestimmten Situationen – wie nach einer intensiven sportlichen Aktivität – sogar nützlich sein, um verlorene Elektrolyte und Energie schnell wieder aufzufüllen. Doch im Alltag sollte man auf den übermäßigen Konsum verzichten und stattdessen auf Wasser setzen.
Der Rückgang der Apfelschorle-Beliebtheit in Deutschland
Interessanterweise hat Apfelschorle in den letzten Jahren an Popularität verloren. Im Jahr 2022 lag der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bei nur rund vier Litern. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber ein wesentlicher Faktor ist die zunehmende Vielfalt an Erfrischungsgetränken, die auf den Markt drängen. Es gibt immer mehr Alternativen – von Eistees über Säfte bis hin zu speziellen Saftmischungen – die alle um die Gunst der Konsumenten buhlen.
Gleichzeitig zeigt der ungebrochene Erfolg von Coca-Cola, das weltweit täglich 1,5 Milliarden Flaschen verkauft, dass viele Menschen immer noch zu süßen, kalorienreichen Getränken greifen. Andere beliebte Erfrischungsgetränke wie Fanta, Mezzo Mix, verschiedene Sorten Eistee, Säfte und Saftschorlen erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit und verdrängen die Apfelschorle zunehmend aus den Einkaufswagen der Verbraucher.
Fazit: Bewusst trinken – auf die Menge kommt es an
Letztlich bleibt Apfelschorle eine gesunde und erfrischende Option, wenn sie in Maßen genossen wird. Sie bietet die Vorteile von Vitamin C und anderen Nährstoffen aus dem Apfelsaft, kann aber durch den Zuckeranteil auch schnell zur Kalorienfalle werden.
Wer regelmäßig Sport treibt und seine Kalorienaufnahme im Blick behalten möchte, sollte daher häufiger zu Wasser greifen – dem wohl gesündesten Getränk überhaupt. Dennoch muss niemand komplett auf Apfelschorle verzichten. In moderaten Mengen bleibt sie ein leckerer, erfrischender Durstlöscher, der in die meisten Ernährungspläne gut integriert werden kann.




